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Nederlandse Kooikerhondje
F.C.I. Standard
Nr. 314 / 13.10.2010 Übersetzung:
Christina Bailey/Offizielle Originalsprache (EN) |
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Verwendung |
| Jagd- und Begleithund, welche zum Anlocken von Enten
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Klassifikation F.C.I. |
| Gruppe 8, Apportierhunde, Stöberhunde, Wasserhunde. Sektion 2 Stöberhunde.
Ohne Arbeitsprüfung. |
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| Kurzer geschichtlicher Überblick |
| Im Jahr 1942, während des zweiten Weltkrieges, hat die
Baronin van Hardenbroek van Ammerstol begonnen diese Rasse wieder aufleben
zu lassen. Sie gab ein Bild vom Typ des Hundes, den sie suchte, an einen
Hausierer und bat ihn nach solchen Hunden Ausschau zu halten. Er fand eine
Hündin, die nun allgemein unter dem Namen Tommy bekannt ist, in der Provinz
von Friesland. Diese Hündin wurde die Ursprungshündin des Kooikerhondje. Der
vorläufige Standard wurde vom "Raad van Beheer" im Jahr 1966 genehmigt und
seit 1971 ist die Rasse offiziell anerkannt. |
| Der Kooikerhondje wurde und wird noch immer beim
Entenlocken benutzt. Seine Aufgabe ist es nach wie vor die Enten mit seiner
fröhlich wedelnden Rute in den Köder anzulocken; er jagd die Enten nicht. Er
bewegt sich ruhig zwischen den Köder Trennwänden um die Enten neugierig zu
machen und sie dann mehr in die Köder Tunnel hineinzulocken, wo die Enten
dann in einer Falle gefangen werden. Sie werden entweder für den Tisch
getötet oder beringt für ornitologische Forschung. |
Allgemeines Erscheinungsbild
| Der Kooikerhondje ist ein harmonisch aufgebauter
orang-roter, mehrfarbiger kleiner Jagdhund mit nahezu quadratischem
Körperbau. |
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| In der Bewegung trägt er seinen Kopf hoch und die gut
befederte, fröhliche Rute wird gerade oder oberhalb der Rückenlinie
getragen. Die Ohren haben schwarze Haare an den Spitzen, die sogenannten
Ohrringe. Der Hund wird im natürlichen, ungetrimmten Haarkleid vorgeführt.
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| Wichtige Proportionen |
| Die Körperlänge von der Spitze der Schulter (Scapula-Humeral
Gelenk) bis zum Sitzhöcker kann etwas länger als die Widerristhöhe sein.
Schädel und Fang sind ungefähr gleich lang. |
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| Verhalten/Charakter Wesen |
| Lebhaft und aktiv, selbstbewusst und mit ausreichend
Ausdauer und Durchhaltevermögen, gutartig und aufmerksam, aber nicht
lärmend. Die Rasse ist zuverlässig, gelassen und freundlich. |
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| Kopf |
| Der Kopf ist von mäßiger Länge, der allgemeinen Erscheinung
angepasst, trocken mit sanften Linien. Oberkopf: Schädel: Genügend breit,
mäßig gewölbt. |
| Stop: Im Profil deutlich sichtbar, doch nicht zu tief. |
| Gesichtsschädel: |
| Nasenschwamm: Schwarz und gut entwickelt. |
| Fang: Im Profil gesehen nicht zu tief und etwas keilförmig;
von oben gesehen nicht zu stark zugespitzt und unter den Augen gut
ausgefüllt. |
| Lippen: Vorzugsweise gut pigmentiert, gut geschlossen und
nicht überhängend. |
| Kiefer/Zähne: Scherengebiss, komplettes Gebiss ist
wünschenswert. Zangengebiss zulässig aber weniger erwünscht. |
| Augen: Mandelförmig, tiefbraun mit freundlichem,
aufmerksamem Ausdruck. |
| Ohren: Von mittlerer Größe, etwas über einer gedachten
Linie von der Nasenspitze durch den Augenwinkel angesetzt. Dicht an den
Wangen ohne Falte herabhängend. Gut befranst, schwarze Haarspitzen
("Ohrringe") höchst erwünscht. |
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| Hals |
| Gut bemuskelt, von ausreichender Länge und trocken. |
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| Körper |
| Obere Profillinie: Sanfte Linie vom Widerrist bis zur Rute. |
| Rücken: Kräftig und gerade, ziemlich kurz. |
| Lenden: Von ausreichender Länge und Breite, gut bemuskelt. |
| Kruppe: Etwas abfallend und ausreichend breit; die Länge
der Kruppe sollte 1,5 der Breite betragen. |
| Brust: Bis zu den Ellenbogen reichend mit genügender
Rippenwölbung. Ausreichend entwickelte Vorbrust. |
| Untere Profillinie und Bauch: Etwas zur Lende aufgezogene
Bauchpartie. |
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| Rute |
| Im Anschluss an die Rückenlinie angesetzt. Auf Höhe der
Rückenlinie oder gerade hoch darüber getragen (fröhlich). Mit einer weißen
Fahne gut befedert. Der letzte Rutenwirbel sollte bis zum Sprunggelenk
reichen. |
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| Gliedmassen |
| Vorderhand: |
| Schulter: Schulter ausreichend abfallend um eine klare
fließende Linie vom Hals zum Rücken zu schaffen. |
| Oberarm: Gut gewinkelt zum Schulterblatt, welches von
gleicher Länge ist. |
| Ellenbogen: Gut am Körper anliegend. |
| Unterarm: Gerade und parallel, kräftige Knochen von
ausreichender Dicke und Länge. |
| Vordermittelfuß: Kräftig und leicht geneigt. |
| Vorderpfoten: Klein, leicht oval, kompakt mit gut
geschlossenen Zehen, die nach vorne zeigen. |
| Hinterhand: |
| Allgemeines: Gut gewinkelt, gerade und von hinten gesehen
parallel. Kräftige Knochen. |
| Oberschenkel: Gut bemuskelt. |
| Unterschenkel: Gleich lang wie der Oberschenkel. |
| Sprunggelenk: Tief gestellt. |
| Hinterpfoten: Wie die Vorderpfoten. |
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| Gangwerk/Bewegung |
| Sollte fließend und federn sein, gut ausgreifend und
mit gutem Schub. Läufe parallel. |
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| Haar |
| Mittellang, leicht gewellt oder glatt und dicht anliegend.
Weiches Haar. Gut entwickelte Unterwolle. Vorderläufe sollten mäßige Fransen
haben, welche bis zu den Fußgelenken reichen. Hinterläufen sollen ziemlich
lange befederte Hosen haben; keine Befederung unterhalb der Sprunggelenke.
Das Haar am Kopf, vorne an den Läufen und an den Füßen soll kurz sein.
Ausreichende Befederung an der Unterseite der Rute. Längeres Haar an der
Kehle und an der Vorbrust. Ohrringe (lange fransige schwarze Haarspitzen)
sind höchst erwünscht. |
| Farbe: |
| Klar abgegrenzte Flecken von reiner orange-roter Farbe auf
weißem Grund, obwohl ein paar kleine Flecken an den Beinen akzeptiert
werden. Die orange-rote Farbe sollte überwiegen. Etwas schwarzes Haar,
welches sich mit der orange-roten Farbe vermischt und eine leichte Form der
Tüpfelung sind akzeptabel aber weniger erwünscht. |
| Kopfzeichnung: |
| Eine deutlich sichtbare weiße Blesse bis runter zur Nase.
An den Wangen und rund um die Augen sollte Farbe sein. Eine Blesse, die zu
eng oder zu breit ist oder nur teil- farbige Wangen sind weniger erwünscht.
Eine schwarzer Ruten-Ring, wo die Farbe von orange-rot in weiss übergeht ist
erlaubt. |
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| Grösse: |
| Ideale Widerristhöhe: Rüden: 40 cm. Hündinnen: 38 cm
Toleranz: 2 cm über oder 3 cm unter der Idealgröße sind zugelassen. |
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| Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als
Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der
Abweichung stehen sollte und dessen Einfluss auf die Gesundheit und das
Wohlbefinden des Hundes zu beachten ist und seine Fähigkeit, die verlangte
rassetypische Arbeit zu erbringen. |
| * Zu kleine Ohren |
| * Halb aufgerichtete Ohren, "Fliegende Ohren". |
| * Ringelrute. |
| * Steppendes Gangwerk. |
| * Lockiges oder seidiges Haar. |
| * Farbe, die stark mit schwarzem Haar in den organge-roten
Flecken vermischt ist. |
| * Zu viel Tüpfelung. |
* Über der maximal Größe oder unter der minimal Größe.
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| Schwere Fehler: |
| * Ängstliches Wesen. |
| * Deutlich tief gestellte Läufe, unproportioniert. |
| * Glasauge. |
| * Rück- oder Vorbiss. |
| * Zu kurze Rute, die nicht bis zum Sprunggelenken
reicht. |
| * Weißes Haar an den Ohren, teilweise oder komplett. |
| * Weißes Haar rund um die Augen, eines oder beide. |
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| Disqualifizierende Fehler:
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| * Aggressive oder übermäßig ängstliche Hunde. |
| * Hunde, die deutlich physische Abnormalitäten oder
Verhaltensstörungen aufweisen, müssen disqualifiziert werden. |
| * Schwarz-weiße oder dreifarbige Farbe. |
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| N.B.
Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich
vollständig im Hodensack befinden. |
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Verein:
www.kooikerhondje-eV.de
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